10. Ethik-Forum: Das situierte Gehirn –
Neue Wege in Philosophie, Psychologie und Psychiatrie

Die neurowissenschaftliche Erforschung des Gehirns hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Neuronale Prozesse werden mittlerweile auf unterschiedlichsten Ebenen analysiert. Der wissenschaftliche Zugriff erfolgt von der molekularen Ebene über die Ebene des sogenannten Konnektoms bis hin zur Ebene des Verhaltens.

Seit einiger Zeit mehren sich allerdings die Stimmen, die „gehirnzentrierte“ Verengungen beklagen und eine Neuausrichtung der Forschungsbemühungen fordern. Um kognitive Prozesse zu verstehen, bedürfe es einer erweiterten Perspektive. Man müsse auch die Verkörperung eines Organismus sowie seine Einbettung in die Umwelt in Rechnung stellen. Vertreter dieser Sichtweise wenden sich speziell gegen die selbstverständliche Übernahme computationaler und repräsentationaler Paradigmen.

Beim 10. Ethik-Forum soll der Frage nachgegangen werden, welche Konsequenzen die Forderung nach der methodischen Erweiterung der Hirnforschung für Philosophie, Psychologie und Psychiatrie sowie die damit verbundenen therapeutischen Ansätze hat.

zurück zur Übersicht