10. Ethik-Forum: Das situierte Gehirn –
Neue Wege in Philosophie, Psychologie und Psychiatrie

Die modernen Wissenschaften unterliegen einer fortwährend beschleunigten Entwicklung und ihre technische Umsetzung dringt in sämtliche Lebensbereiche vor. Die Komplexität von Ergebnissen und Folgen wissenschaftlichen Erkennens und Handelns erfordert eine begleitende ethische Urteilsbildung sowohl innerhalb der Scientific Community als auch in der Gesellschaft insgesamt. Vor diesem Hintergrund arbeiten und wirken unter der Leitung von Professor Dr. Dieter Sturma das Bonner Institut für Wissenschaft und Ethik (IWE) und das der Universität Bonn angeschlossene Deutsche Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE).

Das IWE:

Das Institut für Wissenschaft und Ethik (IWE) wurde 1993 auf Initiative der Universitäten Bonn und Essen, des Forschungszentrums Jülich (FZJ) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegründet. Die Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der biomedizinischen Ethik und der ethischen Fragen von Naturwissenschaft und Technik. Das Institut führt Forschungsprojekte durch, erstellt Expertisen und fördert den interdisziplinären wissenschafts-ethischen Diskurs. Dies geschieht u.a. durch Fachtagungen, Kolloquien und interfakultäre Lehrangebote. Im europäischen und internationalen Kontext arbeitet das Institut mit zahlreichen Partnern zusammen. Einen großen Stellenwert nimmt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein.

Das DRZE:

Das Deutsche Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE) wurde 1999 vom Institut für Wissenschaft und Ethik (IWE) in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn als nationales Dokumentations- und Informationszentrum gegründet. Es wurde in seiner fünfjährigen Aufbauphase vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Seit Januar 2004 ist das DRZE Arbeitsstelle der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften für „Grundlagen, Normen und Kriterien der ethischen Urteilsbildung in den Biowissenschaften.“ Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DRZE erarbeiten die normativen Grundlagen und bereiten die erforderlichen interdisziplinären Informationen wissenschaftlich auf, die für eine qualifizierte Urteilsbildung zu bio- und medizinethischen Themen in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft notwendig sind. Darüber hinaus werden die zu berücksichtigenden Fragen in Konferenzen und Symposien erörtert. So schafft das DRZE die Basis für eine fundierte bioethische Debatte im deutschen, europäischen und internationalen Rahmen.

zurück zur Übersicht